Research
Veröffentlichungen (Auszüge)
Müller, A. (2008) Akteure, Institutionen und Standardumsetzung - SAP R/3 in der japanischen Automobilindustrie Marburg: Metropolis Verlag
Müller, A. und Seibert, M. (2006) Mobile Solutions in Japan, in:Japans Zukunftsindustrien. (Eds Moerke, A. & Walke, A.), Berlin: Springer Verlag, 203-225.
Müller, A. und Seibert, M. (2006) Zur Zukunftsfähigkeit einer Industrie im Umfeld disruptiver Innovationen, in: Kalden, H. (Ed.) Beiträge kultur- und sozialwissenschaftlicher Japanforschung, Marburg: Tectum Verlag (ISBN: 978-3-8288-9209-5), S. 251-278.
Abgeschlossenen Projekte zum Thema “The Japanese Firm”
- IT-Outsourcing japanischer Unternehmen
Abstract:
Bei der Betrachtung japanischer Unternehmensstrukturen wird häufig festgestellt, dass Informationstechnologie (IT) nur mangelhaft aufgenommen und genutzt wird: in Vergleichen zur Wettbewerbsfähigkeit, bspw. dem Global Information Technology Report des Weltwirtschaftsforums Davos, in dem Japan nur auf Platz 20 rangiert, wird auf die mangelnde Nutzung von IT für betriebswirtschaftliche Abläufe insbesondere in der innerbetrieblichen
und zwischenbetrieblichen Vernetzung hingewiesen (Dutta und Jain, 2003:11). Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für diese Diagnose und – als mögliche Reaktion darauf – die Restrukturierungsmaßnahmen japanischer Unternehmen, und zieht dafür insbesondere die Möglichkeit einer langfristigen Auslagerung der IT an Fremdanbieter (Outsourcing) als Option des strategischen Informationsmanagements in Betracht.Diese Arbeit betritt somit insofern Neuland, als dass sie Erkenntnisse zum IT-Outsourcing-Verhalten japanischer Unternehmen liefert - diesem Phänomen wurde bislang in der Literatur kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Für die Analyse der verschiedenen Organisationsformen wird auf das theoretische Gerüst der Transaktionskostentheorie insbesondere der Konstrukte Spezifität und Unsicherheit, vgl. Williamson, 1981:554; Alpar und Saharia, 1995:200; Dibbern et al., 2001:681) zurückgegriffen, um die Vorteilhaftigkeit sowohl einer internen Bereitstellung als auch einer Inanspruchnahme externer Anbieter zu beurteilen.
Download PDF-Datei mit Inhaltsverzeichnis und Einleitung - Internationalisierung von Forschung und Entwicklung in japanischen Unternehmen
Abstract:
Im Jahre 1994 betrugen die F&E-Aufwendungen von Auslandstochtergesellschaften der 15 OECD-Staaten mehr als 12% der Gesamtaufwendungen, die für F&E erbracht wurden (OECD, 1998:11). Dieser Trend wird von privaten Organisationen getragen, die ihre Labore in den letzten drei Jahrzehnten verstärkt ins Ausland verlegt haben (Schlenker, 2000:1). Als Pioniere dieser Entwicklung taten sich insbesondere technologieintensive Grossunternehmen mit geringen F&E-Ressourcen im Stammland hervor, die ihre F&E-Aktivitäten stetig in ausländische Spitzenzentren verlagerten.Japanische Unternehmen folgten diesem Trend jedoch nicht in dem Maße, wie es ihre Spitzenposition in den internationalen Hochtechnologiebranchen vermuten ließe. Im Vergleich zu anderen OECD-Staaten ist die Internationalisierung 4 der F&E japanischer Unternehmen weitaus weniger fortgeschritten (vgl. auch Odagiri und Yasuda, 2000 und die dort angegebene Literatur). Während kleine westeuropäische Länder bereits während der 80er Jahre zunehmend F&E-Aufgaben ins Ausland verlagerten, liegt der F&EInternationalisierungsgrad, d.h. die Summe der Auslands-F&E japanischer Firmen gemessen am Gesamtaufwand für F&E, bei 3,9% (METI, 2001). Obwohl die Internationalisierung im letzten Jahrzehnt mit extrem großen Wachstumsraten fortgeschritten ist, stellt sich unmittelbar die Frage, warum Japan als Prototyp einer exportorientierten Wirtschaft erst so spät daran teilnimmt. Dieser Frage ist die vorliegende Arbeit gewidmet.
Download PDF-Datei mit Inhaltsverzeichnis und Einleitung - Möglichkeiten einer Integration von TQM/Kaizen und ISO 9000 in japanischen Unternehmen
Abstract:
Die allgemeine Begeisterung über ISO 9000 wollte sich in Japan nicht so recht einstellen (Stephens 1994:59). ISO 9000 wurde im internationalen Vergleich sehr spät, im Jahre 1991, in das nationale Normensystem JIS (Japan Industrial Standard, Nihon kōgyō kikaku) eingebunden. Auch in der Folgezeit war die Nachfrage nach Zertifizierung des eigenen Betriebes nach ISO 9000 in Japan gering. Zur Verdeutlichung sei als Beispiel angeführt, dass Südafrika 1993 ungefähr fünfmal so viele zertifizierte Unternehmen aufweisen konnte wie Japan (ISO 2000:11).Obwohl der Bedarf nach dem Standard nach 1993 auch in Japan anstieg, ist Japan gegenüber Europa und Amerika immer noch weit im Rückstand. Ende 1999 gab es in Japan 14.564 Zertifizierungen nach ISO 9000, Deutschland hatte etwa die doppelte Anzahl, und Großbritannien gar stolze 63.700 (ISO 2000:14). Gerade japanische Unternehmen,
oft als die „Wiege“ des Qualitätsmanagements bezeichnet, gingen bei der Einführung von ISO 9000 extrem zögerlich vor. Die Ursachen der Zurückhaltung ausgerechnet gegenüber ISO 9000 sind nicht direkt erkennbar. Hinzu kommt, dass japanische Unternehmen in der Praxis bei einer angestrebten Verbesserung des eigenen TQM-Systems durch die Einführung von ISO 9000 auf mannigfaltige Probleme stoßen. Die vorliegende Arbeit liefert ein Erklärungsmodell und ist daher nicht nur theoretisch von Relevanz, sondern auch für Qualitätsmanagement-Beteiligte in japanischen Unternehmen von Bedeutung.
Download PDF-Datei mit Inhaltsverzeichnis und Einleitung