Bundeswehr und der Jackenhandel in Japan
January 15th, 2005 at 04:55pm Alexander Müller
Die deutsche Bundeswehr spart derzeit massiv Kosten ein:
Verteidigungsminister Peter Struck schließt 105 Standorte der Bundeswehr und streicht dabei insgesamt 48.700 Dienstposten. Seinem am Dienstag präsentierten Stationierungskonzept zufolge sind nach der Zahl der Dienstposten die Länder Nordrhein-Westfalen (-8.900), Schleswig-Holstein (-8.600) und Bayern (-7.100) am stärksten betroffen. Struck sagte, er habe nach “militärischer Notwendigkeit und betriebswirtschaftlicher Vertretbarkeit” entschieden.
Dabei gibt es doch noch die Möglichkeit, statt Kosteneinsparungen die Ertragsseite zu verbessern, ohne gleich Rüstungsgüter an Israel zu verkaufen.

Wie das gehen kann, macht die Bundeswehr in Japan vor, wo sich schon seit längerer Zeit Jugendliche mit Rekruten-Jacken in kalten Wintertagen zu helfen wissen. Wo bekommt man sonst schon eine Winterjacke für schlappe 525 Yen (etwa 5 Euro)?
Mein Tip an Minister Struck: eigene Bundeswehr-Brands, um vom Billig-Image wegzukommen! Vielleicht sollte man einen Designer-Wettbewerb für die neue Bundeswehr-Kluft ins Leben rufen?
Dieser Beitrag gehört zu den Kategorien Leben in Japan, Entrepreneurship & Innovation und ihm wurden die Keywords bundeswehr, japan, marketing, fashion zugeordnet (Tag-Wolke anzeigen).
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